| Virus: | Flavivirus (RNA) |
| Verbreitung: | Afrika, Südfrankreich, Indien, Indonesien, Mittlerer Osten. Insbesondere in Ägypten und Israel saisonale Häufung im Sommer. |
| Infektionsweg: | Culex spez. (Stechmücke) |
| Dauer der Inkubation: | 3-12 (in der Regel 1-6) Tage |
| Symptomatik: | Abrupter Beginn ohne Prodromalsymptome, schneller Fieberanstieg auf 38,5-40°C, teilweise mit Schüttelfrost. Benommenheit, starke Kopf- und Augenschmerzen. Generalisierte Lymphknotenschwellung (weiche Konsistenz, leicht druckdolent). Am 2.-5. Krankheitstag tritt bei ca. 50% der Patienten ein stammbetontes, blasses, makulopapulöses Exanthem auf. Selten wird der Verlauf durch das Auftreten einer Meningoenzephalitis kompliziert. Die Krankheit endet selbstlimitierend nach 3-5 Tagen. Protrahierte Rekonvaleszenz, häufig monatelang persistierende Lymphknotenschwellung. Die Prognose ist, insbesondere bei Kindern, gut. Todesfälle wurden bei älteren Personen vereinzelt beobachtet. |
| Differentialdiagnose: | Dengue und andere Arbovirusinfektionen. |
| Prophylaxe, Immunität: | Schutz vor Mückenstichen. |
| Gesetzliche Regelungen: | Viral bedingte Meningoenzephalitiden sind meldepflichtig bei Erkrankung und Tod. |
| Diagnostik: | Virusnachweis aus dem
Blut (während der ersten 5 Krankheitstage) - Anzucht in Gewebekulturen - intrazerebrale Beimpfung von Babymäusen oder Rhesusaffen - Versand von heparinisiertem Blut (ca. 4°C, Kühlkette muß gewährleistet sein) - Detektion von viraler RNA mittels PCR Serologie NT, HHT, KBR, ELISA, IF Nachweis von spezifischem IgM oder Titeranstieg von spezifischem IgG sind beweisend. |